Hier möchten wir euch regelmäßig mitnehmen und Einblicke in unseren Alltag geben. Zum Beispiel:

  • Welche Kulturen wir gerade pflanzen.
  • Was aktuell geerntet wird.
  • Welche Arbeiten auf den Feldern anstehen.
  • Wie sich Wetter und Jahreszeiten auf unsere Gärtnerei auswirken.
  • Einblicke hinter die Kulissen unseres Gartenjahres.

Gartenbrief KW 43 2026

Liebe Solawi-Mitglieder,

Anfang der Woche gab es bereits die zweite Frostnacht bei uns. Einige Gemüsekulturen müssen wir deshalb schnell ernten. Dazu gehören die Gemüsezwiebeln, der Knollensellerie, die Möhren und natürlich Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika. Letztere waren im Tunnel ebenfalls von leichten Minusgraden betroffen und sind trotzdem noch intakt. Der Feldsalat, welcher die Tomaten und Paprika im geschützten Anbau ablöst, ist nun in der Gärtnerei gelandet und kann glücklicherweise noch etwas warten bis zu seiner Pflanzung. Das gibt uns Zeit, das Fruchtgemüse noch ein letztes Mal zu ernten.

Bei der Ernte der Knollensellerie merken wir deutlich die Abwesenheit des Wassers in diesem Jahr. Die Knollen sind leider nicht sonderlich groß geworden und zu einem großen Teil ein Fall für die Trocknung und Verarbeitung zu Gemüsebrühpulver oder Ähnlichem.

Die spät gesäten Möhren profitierten dagegen vom Herbst und seinen Niederschlägen. Sie müssen nicht fast ein ganzes Jahr im Beet verweilen, wie etwa der Sellerie. Die Möhren sind relativ schnell gewachsen und haben sich im sandig-lehmigen Boden bisher sehr wohlgefühlt. Sogar die verstärkt auftretenden Wühlmäuse haben die Karotten bisher weitestgehend verschont. Hingegen sind ihnen die Süßkartoffeln zum Opfer gefallen. Ob wir nächstes Jahr erneut Süßkartoffeln anbauen sollten, um die Mäuse von den Möhren wegzulocken?

Das nächste Anbaujahr startet nicht nur bereits in Gedanken an die Anbauplanung, sondern auch in der Gärtnerei in Form von überwinternden Kulturen. Schnittsalate wie Rauke, Spinat und Postelein sind im nächsten Jahr das erste frische Gemüse. Auch der im Herbst gesteckte Knoblauch ist bereits ein Vorbote des kommenden Jahres. Wir stecken in den nächsten Tagen den Winterknoblauch sowie Wintersteckzwiebeln im Freiland. Wieder einmal wird für uns im Garten spürbar, wie alles, trotz seiner Gegensätzlichkeit, so wie etwa die Jahreszeiten, wie auch die Ernte und das Neupflanzen miteinander verwoben sind, ineinander übergehen und ein Ganzes ergeben.

Diese Woche haben wir für euch geerntet:

  • die ersten eigenen Karotten
  • Tomaten
  • Paprika
  • Chinakohl
  • Rucola

kleine Steckrüben

Herzliche Grüße,

euer Gärtnerteam

Gartenbrief KW 43 2026

Gartenbrief KW 42 2026

Liebe Solawi-Mitglieder,

Diese Woche war es ruhig bei uns in der Gärtnerei. Wie so viele andere hat die Erkältungswelle auch uns ein wenig dahingerafft, weshalb alles ein bisschen langsamer und ruhiger zuging – ganz so, wie es auch zum Wetter passt.

Der erste Frost kam überraschend in seiner Intensität, sodass beispielsweise unsere Freilandpaprika und die Zucchinipflanzen innerhalb einer Nacht abgestorben sind. Das hieß für uns, zu schauen, ob noch etwas von der Ernte zu retten ist oder ob wir die Pflanzen nun dem Kreislauf übergeben dürfen, damit ihre Nährstoffe für die nächsten Kulturen wieder in die Erde gelangen.

Auch unseren Tomaten und Paprikas im Gewächshaus merkt man an, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind. So wie es uns selbst wieder mehr nach drinnen zieht, weil die Kälte draußen unangenehm wird und unter die Haut kriecht, so ziehen auch die Pflanzen ihre Säfte zurück: Die Blätter welken, die letzten Blüten des Herbstes vergehen langsam und die Samen reifen aus, um im neuen Jahr wieder neues Leben entstehen zu lassen.

Für uns bedeutet das jetzt, Stück für Stück die alten Kulturen aus dem Gewächshaus zu entfernen, um dort Wintersalate wie Rauke und Feldsalat zu pflanzen. Im Winter ist die Möglichkeit des Anbaus in unseren Gefilden natürlich viel geringer als in der Fülle des Sommers. Trotzdem möchten wir euch ganzjährig ein gutes und ausgewogenes Angebot machen. Deshalb kreisen unsere Gedanken schon jetzt um die Sorten, die wir nächstes Jahr auf unsere Beete und in unsere Tunnel pflanzen möchten.

Lasst uns diese letzten Sonnenstunden des Herbstes genießen, in denen die Sonne noch einmal mit Kraft wärmt. Nehmen wir gleichzeitig die Einladung der Natur an, leiser und langsamer zu werden – auch im eigenen Leben, in Momenten der kleinen Rückschau auf die Ernte dieses Jahres. Nutzen wir das Angebot, wieder mehr bei sich anzukommen, sich einzukuscheln und eine warme Tasse Kräutertee zu genießen.

Diese Woche haben wir für euch geerntet:

  • 1 Gemüsezwiebel
  • 500g Snackpaprika
  • 300g Grünkohl
  • Radicchio Sorte “Castel Franco”
  • 500 g Möhren (Zukauf)

Gartenbrief KW 41 2026

Liebe Solawi-Mitglieder,

Wie es scheint, sind die letzten warmen Tage des Jahres nun vorbei. Auch unsere Sommerkulturen im Folientunnel werden sich deshalb nun bald verabschieden. In den nächsten zwei Wochen werden wir von den Tomaten und Paprika alles ernten, was noch dran hängt. Danach wollen wir die großen Pflanzen mit einem Mulcher häckseln und in die Beete einarbeiten. Das organische Material wird somit flächenkompostiert und bleibt dem Bodenleben als Futter. Die Alternative wäre eine Kompostmiete aufzusetzen.

Ihr bekommt diese Woche daher die letzten Auberginen des Jahres. Es sind kleine und große dabei. Endlich haben es nun Tomaten und farbige Paprika in die Solawi-Ausgabe geschafft.

Diese Woche haben wir nun die letzten Kartoffeln geerntet, die bei der großen Ernteaktion letzter Woche nicht geschafft wurden. Außerdem wurde fleißig im Freiland weitergepflanzt. Winterfeste Schnittsalate sowie Winter-Pak Choi gesellen sich nun zum Winterkopfsalat, Spinat und zur Rauke.

Beim ersten Ernten unseres schwarzen Rettichs gab es leider eine ernüchternde Entdeckung. Viele Exemplare sind von unten mit kleinen Frassgängen versehen. Es kommen zwei Verdächtige ins Spiel: die Larven der Kohlfliege und die Larven der Schnellkäfer, die sogenannten Drahtwürmer. Beide fressen von unten an den jungen Pflanzen und führen zu unschönen Fraßgängen.

Da wir in diesem Jahr auch schon an Radieschen, Mairübchen und Steckrüben solche Fraßspuren gefunden haben, ist für uns die Frage, inwiefern diese Kulturen bei uns funktionieren können. Einen guten Schutz davor gibt es wenig. Mögliche Optionen sind die Abdeckung mit Netzen zum Schutz vor der Kohlfliege, Mischkultur zur Überdeckung des Kohlgeruchs oder die Optimierung unserer Mistdüngung. Gegen die Drahtwürmer gibt es leider nicht viel, was wir machen können. Trotzdem möchten wir den Mut nicht verlieren und probieren weiterhin unser Glück mit Radieschen und Co.

Diese Woche haben wir für euch geerntet:

-Tomaten

-Paprika

-Kürbis

-Rucola

-die letzten Auberginen des Jahres

-1 Bund Dill

-1 Rettich

Herzliche Grüße,

euer Gärtnerteam

Gartenbrief KW 40 2026

Liebe Solawi-Mitglieder,

In der letzten Septemberwoche haben wir und auch die Pflanzen im Garten nochmal so richtig Sonnenschein tanken können. Zusammen mit dem Raureif der Nacht und den Nebelschwaden ergaben sich so einige spektakuläre Sonnenstunden am Morgen.

Die ausbleibenden Niederschläge der letzten Tage, sowie das sonnige Wetter nutzten wir, um zusammen mit dem Hof Morgenstern die Kartoffeln zu roden, die Hermann Schäfer für uns angebaut hat. Insgesamt waren wir dabei stets mit mindestens 5 Personen gleichzeitig beschäftigt. Davon braucht es allein schon drei Menschen, um die geförderten Kartoffeln auf dem Fließband zu sichten und zu sortieren. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir von den insgesamt vier Walddorf-Praktikanten, welche die letzten 3 Wochen am Hof Morgenstern und in der Gärtnerei ihr Landwirtschaftspraktikum absolvierten.

Die Bedingungen waren ideal für die Ernte. Unter nassen Bedingungen wäre die Mechanik am Roder viel häufiger verstopft gewesen. Die trockene sandige Erde ließ sich jedoch problemlos vom Beikraut und den Kartoffeln abrieseln. Dafür staubte uns die Arbeit teilweise sehr gut ein.

Die Ernte bescherte uns eine gute Menge Kartoffeln, jedoch fiel sie dieses Jahr aufgrund der Hitze und Trockenheit des Sommers um einiges geringer aus, als üblicherweise.

Im Folientunnel haben wir gestern ein letztes Mal für dieses Jahr die Gurken geerntet, da wir die Gurkenpflanzen danach geräumt haben. Die Pflanzen werden verkompostiert und der neu entstehende Platz wird bald mit Salatrauke und Feldsalat aufgefüllt. Zum Herbst hin werden die Gurken stets unförmiger und somit weniger für die Vermarktung geeignet. Wir möchten euch die letzte Ernte trotzdem nicht vorenthalten, denn schließlich schmecken krumme Gurken immer noch genauso gut wie gerade Gurken..

Diese Woche haben wir für euch geerntet:

  • 1kg Kartoffeln (“Sandra”, vorwiegend festkochend)
  • Steckrübe
  • Endivie
  • Spinat
  • die letzten Gurken des Jahres

Herzliche Grüße,

euer Gärtnerteam

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